Dienstag, 3. November 2009

Der Schulweg

Da der Autor dieses Blogs schon beim Titel sehr unkreativ war, ist es ihnen nun überlassen, sich an DIESER Stelle eine eigene, interressante und humorvolle Einleitung vorzustellen, die ihnen Lust bereitet, den gesamten folgenden Eintrag mit unglaublicher Aufmerksamkeit zu lesen.

So, wie der Titel bereits sagt, in diesem Eintrag geht es um den Schulweg. War eigentlich unnötig, das zu erwähnen, aber wie auch immer - wir beginnen schnurstracks und ohne weitere Verzögerung!


Der Start- und Endpunkt meines täglichen Weges ist natürlich das Haus meiner derzeitigen Gastfamilie (aka DIE KIRCHE). Das Foto hier ist die Frontseite. Ich nehme jetzt (von hier aus gesehen zumindest) den linken Abzweig. Ein kleiner "Konsum" ist gleich an der Straßenecke, und dann geht es auch schon auf die Hauptstraße der Kamiyamada-Onsen! Da fahr' ich erstmal eine Weile lang. Ist soweit ganz angenehm, da es einen Fahrrad/Fußgängerweg gibt. Lediglich die Einteilung der "Fahrstreifen" leuchtet mir nicht so ganz ein, einer ist total klein, zu klein für Fahrräder als auch für Fußgänger, und der andere zu groß, und es ist nervig, wenn man immer wieder auf die Trennlinie kommt.













Dann gehts erst mal beim Kamiyamada-Hotel (wo meine Gasteltern beide arbeiten, auf dem zweiten Bild links zu sehen) rechts rein. Es folgt ein Kreuz und quer aus recht kleinen, aber ruhigen Straßen, aber vielen Hotels, die alle relativ dicht beieinander stehen. Hier befindet sich dann auch das Gebäude, wo ich immer zu den örtlichen Rotary-Clubtreffen hingehe.
Im Endeffekt komme ich dann doch wieder auf die Hauptstraße und nähere mich dann der Taishô-Brücke, die über den Chikuma-Kawa führt.


Dazu muss im übrigen noch gesagt werden, dass heute ein wunderschöner Tag war. Man hätte ohne Probleme und Bearbeitung einen Werbespot für die Region drehen können. Die Berge hatten allesamt oben eine weiße Krone (wie in dem Bild oben zu sehen), es war sehr sonnig und der Wind scharf, aber in der Jacke keiner Rede wert. Ich hab bestimmt fünfzig Bilder oderso von dieser Szenerie gemacht, nur ist der Großteil davon dank Gegenlicht nüchts geworden. Tja, man kann ja nicht alles haben.
Wie auch immer, nachdem ich den Fluss überquert habe, komme ich zum "Togura Principal Office" (im Bild der dekorative weiße Klotz rechts im Hintergrund), um dort abermals nach links abzubiegen. Von da an wird die Strecke ein wenig öde, es geht dauernd nur geradeaus, eine ziemlich lange Zeit. An der Straßenseite trifft man überall die (jetzt leeren) kleinen Reisfelder an, und allgemein ist alles recht trostlos.


Nach einer gefühlten Ewigkeit beginnt mein Weg mich wieder in kleinere Straßen zu führen. Ab jetzt benutze ich nur noch zu kleineren Teilen die Hauptstraße und halte mich bei Abzweigen eigentlich fast immer rechts. Die Hälfte des Weges wird ungefähr von der Straßenkreuzung "Imojiya" (ein Name, der selbst für Japaner schwierig zu schreiben ist) markiert, wo vor kurzer Zeit ein netter Lebensmittelmarkt "Harashin" aus dem Boden gestampft wurde. Danach gehts links rum (ich glaube das letzte Mal) und weiter geradeaus.
Auf dem folgenden Bild ist Imojiya zu sehen.


Der nächste und eigentlich auch schon letzte signifikante Punkt ist der Yashiro-Bahnhof. Wenn ich mit dem Zug zur Schule fahre, muss ich an der Station danach aussteigen (Name: Yashirokôkô-mae, "Vor der Yashiro-Highschool").


So, und jetzt gibts eigentlich gar nicht mehr so viel zu sagen. Es geht noch einmal eine ganze Weile geradeaus, dann kommen noch die "gefährlichsten" Punkte, so zwei Stellen, an denen der Zug die Hauptstraße kreuzt und ich eben immer aus den kleinen Straßen nebendran rauskomme. Aber wirklich wild ist es jetzt nicht. Nach der zweiten Kreuzung kommen noch ein Torii-Tunnel (auf dem nächsten ersten Bild rechts) und eine Art Transformator-Elektro-Ding, keine Ahnung was genau, und dann ist man auch schon da!

(Entschuldigung übrigens für die komische Bildformatierung, aber in dem Blog ist das irgendwie ein bisschen schwierig zu machen...)
Im Durchschnitt dauert der ganze Spaß so rund 40 Minuten, wenn man nicht sonderlich aufgehalten wird. Im Moment fahre ich nahezu immer noch mit dem Fahrrad, aber es ist schon ziemlich kühl und ihr werden demnächst wohl öfters mal auf den Zug umsteigen (da muss ich allerdings dann früher aufstehen...)

Und das war es auch erstmal wieder! Im Oktober war ich ein bisschen faul, ich werd' mal sehen, ob ich diesen Monat ein kleines bisschen mehr posten kann. Aber zur Okinawa-Reise, die übrigens am nächsten Montag beginnt, wird es garantiert einen Eintrag geben...:)

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