Vor ungefähr siebeneinhalb Stunden bin ich in Japan angekommen.
Gestern (Vorgestern?) um 20:45 ging der Flug nach Tokio Narita. Nachdem ich mich noch ein letztes mal verabschiedet hatte, ging es weiter zum Gate B48. Ein paar der anderen Rotary-Schüler hab ich da auch getroffen. Wir waren insgesamt fünf oder sechs, die zusammen nach Japan flogen, aber alle in unterschiedliche Gebiete, von Hokkaido bis Großraum Tokio war alles dabei.
Der Flug selbst war ziemlich anstrengend, auch wenn man sich haufenweise Filme angucken konnte (ich sah Monsters vs Aliens und Matrix 1 + 2, dann reichte es mir - aber immerhin hab' ich jetzt verstanden, worum es in Matrix eigentlich geht 8D)...schlafen konnte ich nicht, das Motorengeräusch ging auch mit Ohrenstöpseln ziemlich auf den Geist und zumindest nach einer Stunde hat das schreiende Kind dann auch an den Nerven gezerrt. Aber im Großen und Ganzen kann man sich nicht beklagen, zumindest verlief alles ohne Probleme. Nur mein Blazer musste etwas leiden, da ich den ganzen Flug auf ihm drauf saß.
Nach meiner Ankunft ging's dann direkt weiter durch die Passkontrolle zur Gepäckabholung und endlich wieder aus dem verwirrenden Flughafen raus, wo mich auch gleich meine erste Gastfamilie erwartete - der Gastvater, mein "großer" und mein "kleiner" Gastbruder. In Japan ist es ziemlich schwülwarm, ich werde definitiv die kurzen Hosen anziehen, so oft es geht - heute war es mit dem Blazer und der ganzen Rotary-Ausstattung fast nicht mehr auszuhalten.
Mit dem Auto ging die Reise dann anschließend weiter, Richtung Chikuma City, quasi auf die andere Seite Japans. Fünf bis sechs Stunden waren eingeplant, zwischendurch gab es noch zwei Pausen bei "MOS Burger" und der Sushibar "Kappa". Ich glaube, da hab ich zum ersten mal Tintenfisch gegessen, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob das, was in der Mischung aus Pudding und Suppe drin war, wirklich so ein Saugnapf sein konnte. Auf jeden Fall war es ziemlich zäh und schmeckte irgendwie nach nichts. Die Sushibars in Japan sind eigentlich nicht anders als die in Deutschland, aber in einem unterscheiden sie sich wesentlich: Sie sind voller. Man bekommt am Anfang eine Nummer und muss dann warten, bis ein Tisch frei ist. Dann wird man aufgerufen und kann das ganze Zeug in sich reinschlingen. Grünen Tee gibt es gratis dazu (den bekommt man hier sowieso fast an jeder Ecke hinterhergeschmissen, es gibt sogar puren grünen Tee in Plasteflaschen zum Mitnehmen). Wenn man fertig ist, werden wie immer die Schälchen gezählt und man kann wieder nach vorne zum Bezahlen gehen. Im "Kappa" gab es sogar einen Mini-Shinkansen, der einem auf Wunsch angefordertes Sushi sofort an den Platz bringt, sodass man nicht warten muss, bis es bis zu einem durchgelaufen ist.
Das mit dem Japanisch funktioniert natürlich noch nicht so gut, aber zum Glück kann ich mich auch größtenteils in Englisch verständigen. Irgendwann wird das schon kommen, mein Gastvater sagte, dass man für den ganz "normalen" Alltag nur rund 100 Wörter braucht. Das glaube ich zwar nicht so GANZ, aber wenn man mal die Gespräche verfolgt, kann man schon feststellen, dass manches sich ziemlich oft wiederholt. Vielleicht wird es ja doch nicht so schwer, wie ich es mir vorgestellt habe.
Morgen geht es zu meinem ersten Rotary-Meeting im Togura-Kamiyamada-Rotaryclub. Da noch jemand anders drankommt, kann mich erstmal nur fünf Minuten lang vorstellen, aber mir solls recht sein, wenn ich erstmal nicht so viel sagen muss.
So, und damit war's das erstmal mit meinem kleinen Bericht. Ich weiß nicht, wann ich das nächste mal was schreiben werde, aber das lasse ich mal einfach so auf mich zukommen.
Bis zum nächsten Mal,
akaiten (Florian)
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